Zentralpersien
c.1925
211 x 142 cm
Schätzpreis/Estimate CHF20'000.-

Das zentrale Feld stellt eine ländliche Szene mit einem Prinzen auf einem Pferd dar, der von Höflingen und Dienern erwartet und von einem alten Mann vor einem Zelt im Hintergrund begrüsst wird, in welchem eine Dame sitzt, in deren Nähe ein Diener steht. Diese Szenerie wird in einer sanften, pastellfarbenen Palette vorwiegend in Crème, sanftem Türkis, Blassblau, Blattgrün und Hellbraun dargestellt, wobei der Prinz und der alte Mann als zentrale Figuren in stärkeren Schattierungen aus Dunkelgrün und Indigo akzentuiert werden. Der Sattel des Prinzen und der Sonnenschirm über ihm sind in einem crème- und indigofarbenen Rhumi-Design mit rollenden Rosetten ausgestaltet. Die gesamte Szene wird von einer cremefarbenen Bordüre mit wilden Tieren, Bäumen und blühenden Büschen innerhalb cremefarbener seitlicher Borten aus Blüten auf blühenden Reben-Mäandern umrahmt. Diese Arbeit ist in eng geschorener, aus dem Nackenbereich des Schafes gewonnenen, Kork-Wolle sehr fein geknüpft und im traditionellen Stil persischer Gemälde ausgeführt. Damit ist dieses Stück mit seiner Darstellung der halbwüstenartigen Landschaft und dank der Verwendung einer ton-sur-ton-Palette charakteristisch für die feinste Isfahan-Qualität der frühen Palavi-Periode.
The central field depicts a country setting with a prince on horseback, attended by courtiers and servants, being greeted by an old man before a tent in the background, within which a lady is seated, a servant standing next to her; the scene is detailed in a soft pastel palette primarily of cream, soft turquoise, pale blue, leaf green and light brown, with the central figures of the prince and old man accented in stronger shades of dark green and indigo, the prince’s saddle and the parasol above him with scrolling rhumi arabesque designs in cream and indigo, the whole framed in a cream border containing wild animals, trees and flowering shrubs, within cream side borders of blossoms on flowing vine meanders. Very finely knotted in close-clipped kork neckwool, and elegantly executed in the traditional style of Persian painting, the work is characteristic of the finest Isfahan quality from the early Pahlavi period, with the depiction of the semi-desert landscape and the ton-sur-ton palette being recurring attributes of a specific Isfahan style associated with this era.
Lit.: I. Scott Stewart: Erlesene Orientalischer Teppiche, Tafel 171.